Bei der aktinischen Keratose handelt es sich um eine Verhornung der Haut, die durch intensive UV-Strahlung steht. Bei der aktinischen Keratose verändern sich die sogenannten Keratinozyten und sorgen die Verhornung. Die Erkrankung tritt bei Männern und Frauen gleichermaßen auf, meist sind die erkrankten Patienten zwischen 30 und 50 Jahre alt, da die Haut erst über einen Zeitraum von mehreren Jahren regelmäßig dem Sonnenlicht ausgesetzt werden muss, um die aktinische Keratose auszulösen. Noch vor 50 Jahren waren die Patienten bei der Ersterkrankung 50 Jahre und älter, doch durch die veränderten Lebensgewohnheiten und die wachsende Anzahl der Solariumsgänger werden die Betroffenen jedes Jahr jünger.
Hellhäutige Menschen sind von der aktinischen Keratose deutlich häufiger betroffen, die Haut ist empfindlicher und verträgt weniger Sonneneinstrahlung als dunklere Haut. In Ländern mit starker UV-Belastung wie beispielsweise Australien sind schätzungsweise 50 Prozent der Bürger zwischen 30 und 70 Jahren von aktinischer Keratose betroffen, hingegen in Ländern mit weniger Sonneneinstrahlung wie England sind es nur 15 Prozent der Gesamtbevölkerung.
Die Symptome einer aktinischen Keratose sind zu Anfang unspezifisch, die Haut verändert sich nach und nach, besonders betroffen sind Hautregionen die häufig von mit der Sonne in Kontakt sind. Als erstes Symptom weist die Haut von Betroffenen rötliche Flecken auf, da die erste Hautschicht dünner wird und die darunter liegendem Blutgefäße deutlicher zu erkennen sind. Im Verlauf der Erkrankung werden aus den Flecken tiefrote, scharf abgegrenzte Knötchen, die sich nach einiger Zeit gelblich-braun verfärben. In den meisten Fällen entwickeln sich gleich mehrere, aktinische Keratosen auf einmal, selten tritt nur ein einzelner Hautknoten auf.
Die Diagnose aktinische Keratose kann meist schon anhand dem Hautbild gestellt werden, da die Hautveränderung charakteristisch für die Erkrankung ist. Zur endgültigen Diagnose wird aus dem veränderten Hautgebiet eine Gewebeprobe entnommen und im Labor mikroskopisch untersucht. Handelt es sich um ein sehr kleines, befallenes Hautgebiet, wird häufig direkt eine komplette, chirurgische Entfernung vorgenommen und anschließend die Untersuchung im Labor ausgeführt. Die Behandlung der aktinischen Keratose erfolgt durch Entfernung des befallenen Hautgebiets, es stehen die Möglichkeiten der Vereisung, der Verätzung und der Ausschabung zur Verfügung. Eine Bestrahlung wird in der Regel nicht durchgeführt, da die zerstören Hautzellen dadurch noch mehr angegriffen werden und das Risiko an Hautkrebs zu erkranken durch die Bestrahlung steigt.