Erysipel (Wundrose)

Bei einem Erysipel handelt es sich um eine von Bakterien ausgelöste Hautentzündung, die überwiegend erwachsene Menschen befällt. Die Krankheit entsteht wenn Bakterien in vorhandene Wunden eindringen können und sich in den Lymphgefäßen ausbreiten. Das Erysipel wird häufig an den Extremitäten oder im Gesicht diagnostiziert, in seltenen Fällen sind jedoch auch andere Körperteile betroffen. Frauen und Männer werden vom Erysipel gleichermaßen betroffen, allerdings sind geschwächte Personen, wie beispielsweise Diabetiker besonders gefährdet.

Die ersten Symptome der Erysipel sind noch nicht eindeutig, die Betroffenen vermuten oftmals erst eine normale Grippe hinter dem plötzlich auftretenden Fieber und dem Schwächegefühl. Wenige Stunden nach der Infektion beginnt die Haut jedoch anzuschwellen und zu schmerzen, spätestens jetzt wird die Diagnose Wundrose in der Regel gestellt. Zur gezielten Therapie des Erysipel ist es wichtig den Herd zu erkennen, an dem die Bakterien in den Körper eindringen konnten. Selbst minimale Hautverletzungen können die Ursache des Erysipels sein, bei Kontakt mit dem Bakterium bildet sich sofort die schmerzende Wundrose.

Die Diagnose des Erysipels kann meist schon bei der ersten Betrachtung durch den Arzt gestellt werden, da sich flammenähnliche, rote Stellen um den Wundherd bilden. Um den genauen Erreger zu ermitteln und die Diagnose Wundrose zu stellen ist es notwendig eine Blutuntersuchung durchzuführen. Das Erysipel wird mit Antibiotikum behandelt, bei gesunden Menschen ohne begleitende Erkrankungen heilt die Wundrose meist binnen weniger Wochen komplett aus und es entstehen keine Folgeschäden. Es gibt Einzelfälle in denen es zu einem schweren Verlauf des Erysipels kommt, hier entstehen Blutungen unterhalb der Haut die ins Gewebe vordringen können. Desweiteren besteht die Gefahr einer Nekrose, hierbei sterben die erkrankten Gewebsteile ab.

Die Therapie erfolgt in vielen Fällen stationär im Krankenhaus, da es nicht ausreicht die Medikamente oral einzunehmen, sondern eine intravenöse Versorgung gewährleistet sein muss. Die Behandlung mit Antibiotika muss mindestens 14 Tage erfolgen, da ansonsten die Möglichkeit eines Rückfalls zu hoch ist. Zur Behandlung des Fiebers und der Schmerzen werden meist paracetamolhaltige Schmerzmittel gegeben, bei Unverträglichkeit ist als Ersatzmittel Ibuprofen geeignet. Die Wunde welche für das Eindringen der Bakterien in den Körper verantwortlich ist muss gründlich desinfiziert und behandelt werden, in einigen Fällen ist eine chirurgische Eröffnung der Wunde notwendig, um Bakterien und Keime aus dem Gewebe zu spülen. Tritt das Erysipel an den Extremitäten auf, müssen diese ruhig gelagert und regelmäßig gekühlt werden.

 

Hautkrankheiten Ratgeber - Erysipel (Wundrose)
Dr. Pierre Ricaud - Ihr Anti-Age-Experte