Feigwarzen sind sexuell übertragbare Hautveränderung die durch Papillomaviren ausgelöst werden. In der Regel treten Feigwarzen an den Geschlechtsorganen und im Bereich des Afters auf. Sie sind ansteckend und werden beim Geschlechtsverkehr übertragen. Statistisch gesehen erkranken Menschen am häufigsten zwischen dem 18.ten und dem 25.ten Lebensjahr, da in diesem Zeitraum die sexuellen Partner noch häufiger wechseln und mitunter auf Schutz verzichtet wird.
Feigwarzen sind kleine Hautveränderungen die oftmals nur wenige Millimeter groß sind. Da nahezu keine Symptome verursacht werden, entdecken die meisten Menschen die Infektion nicht oder erst sehr spät. Die Veränderungen an der Haut sind fast immer hautfarben, nicht größer als einige Millimeter und verursachen keinerlei Beschweren. Unbehandelt kann es passieren, dass sich ein sogenanntes Feigwarzenbeet entwickelt, mehrere einzelne Warzen schließen sich zu einer Gruppe zusammen. Im Bereich des Afters werden Feigwarzen häufig mit Hämorrhoiden verwechselt.
Zwischen der Ansteckung und der Entwicklung einer Feigwarze vergehen im Schnitt zwischen einem und drei Monaten, in Einzelfällen können auch mehrere Monate bis zu einem Jahr vergehen, bevor es zum Ausbruch der Feigwarzen kommt. Besonders gefährdet sind Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr die häufig ihren Sexualpartner wechseln. Bemerkbar machen sich Feigwarzen entweder überhaupt nicht oder es entstehen erst nach mehreren Wochen leichte Symptome in Form von Brennen auf der Haut.
Feigwarzen sind eine harmlose, aber recht belastende Krankheit, da sich viele Betroffene unsauber und unhygienisch fühlen und wegen ihrer Feigwarzen die Lust auf sexuelle Aktivität verlieren. Statistisch gesehen heilen mehr als zwei Drittel aller Feigwarzen ohne ärztliche Hilfe nach wenigen Monaten vollständig aus, die Gefahr einer Wiederkehr besteht allerdings noch für viele Jahre. Da Feigwarzen hoch ansteckend sind, hilft zur Vorbeugung nur die Verwendung von Kondomen und die Vermeidung des direkten Kontakts mit den Feigwarzen.
Es gibt keine Methode um Feigwarzen vollständig zu heilen, in einigen Fällen treten die Feigwarzen selbst nach der Behandlung immer wieder auf. Es gibt verschiedene Arten der Behandlung von Feigwarzen, zum einen gibt es die Möglichkeit mit entsprechenden Medikamenten das Virus direkt anzugreifen und zu zerstören, zum anderen werden auch Chemotherapeutika und operative Methoden eingesetzt. Bei sehr kleinen Feigwarzen wird oftmals versucht mittels einer starken Säure eine Heilung zu erzielen. Einmal pro Woche wird Trichloressigsäure auf die Feigwarzen aufgetragen, im besten Fall können diese damit verätzt werden und treten nicht nochmal auf.
Eine weitere Möglichkeit der Behandlung ist die Vereisung mit flüssigem Stickstoff. Auch hier wird die Behandlung im Abstand von einer Woche mehrfach durchgeführt, der Erfolg ist insbesondere bei kleinen Feigwarzen recht gut. Handelt es sich um große Feigwarzen oder um ein Feigwarzenbeet, kommt oftmals nur noch die chirurgische Entfernung in Betracht. Diese Methode kommt auch zum Einsatz wenn sich die Feigwarzen nicht außerhalb des Körpers, sondern im Analeingang oder in der Vagina befinden.