Bei einem Feuermal handelt es sich um eine angeborene, gutartige Fehlbildung der Gefäße, für die noch keine genaue Ursache bekannt ist. Das Feuermal verändert sich nach der Geburt stetig, bei Säuglingen ist meist nur ein hellroter Fleck auf der Haut zu sehen, erst im Lauf der ersten Jahre des Kindes verändert sich das Feuermal, es wird dunkler und die Haut verdickt sich. In einigen Fällen bilden sich auf dem Feuermal dunkelblaue, blutgefüllte Knoten, die durch äußere Einwirkung platzen können und dann stark bluten.
Die Diagnose Feuermal kann meist sofort nach der Geburt des betroffenen Kindes gestellt werden, da die Symptome eindeutig sind. Bei der Geburt wird eine generelle, diagnostische Untersuchung durchgeführt, bei der das Feuermal in der Regel entdeckt wird. Da es Fälle gibt, in denen das Feuermal als Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung auftritt. Die sichtbare Gefäßfehlbildung kann ein Hinweis auf weitere Fehlbildungen wie beispielsweise den Hirngefäßen sein, dies muss durch eine spezielle Untersuchung abgeklärt werden. Feuermale können am gesamten Körper auftreten, bei einem Befall im Gesicht jedoch, ist dies aus psychologischer Sicht für die Patienten meist am schlimmsten, da das Selbstwertgefühl unter der optischen Entstellung leidet.
Die Therapie des Feuermals erfolgt in der Regel mit einem sogenannten Farbstofflaser, die Behandlung sollte so früh wie möglich beginnen und spätestens bis zur Einschulung des Patienten abgeschlossen sein. Die Behandlung mit dem Laser ist für den Patienten schmerzlos, die Gefäße des Feuermals zerplatzen unter den gebündelten Lichtstrahlen und im Verlauf mehrerer Sitzungen wird das Feuermal vollständig abgetragen. Sitzt das Feuermal an einer verborgenen Stelle des Körpers, kann möglicherweise auf die Behandlung verzichtet werden, dies ist jedoch Entscheidungssache des behandelnden Arztes und der Eltern.
Es gibt zwei Formen des Feuermals, die asymmetrische und die symmetrische Form. Bei asymmetrischen Feuermalen ist die Größe sehr variabel, die Male können nur wenige Zentimeter Durchmesser haben, aber auch komplette Körperregionen wie beispielsweise den Unterarm befallen. Bei kleinen Feuermalen an verborgenen Stellen ist oftmals keine Behandlung notwendig, bei den sehr großen Formen jedoch, leidet die Lebensqualität enorm, wenn keine rechtzeitige Beseitigung des Feuermals erfolgt. Das symmetrische Feuermal tritt meist im Gesicht auf, die Oberlider, die Nasenflügel oder das Kreuzbein sind die häufigst befallenen Stellen. Diese Form des Feuermals bildet sich oftmals ohne Behandlung zurück.