Bei einem Hämangiom handelt es sich um einen gutartigen Tumor der durch Wucherungen der Blutgefäße entsteht. Unterschieden wird zwischen einem kapillären und einem kavernösen Hämangiom, zudem entsteht in einigen Fällen ein Zusammenschluss mehrerer Hämangiome, es kommt zur Hämangiomatose. Ein Hämangiom gehört zu den ungefährlichen Störungen der Haut und des Gewebes, Folgeschäden sind auch bei ausbleibender Behandlung nicht vorhanden, die Therapie mit Laser ist für den Patienten nicht schmerzhaft und ist sehr erfolgversprechend.
Bei einem kapillären Hämangiom wuchern die Kapillaren, diese Form der Erkrankung tritt sehr häufig im Bereich des Kopfes auf. Die Symptome sind bereits für die Diagnose ausreichend, das kapilläre Hämangiom schimmert rötlich und hat eine Größe zwischen einem und zehn Zentimetern. In den meisten Fällen sind Hämangiome bereits von Geburt an vorhanden, es gibt jedoch Ausnahmen wo die Wucherung erst später auftritt. Je früher mit der Behandlung des Hämangioms begonnen wird, umso geringer ist der Leidensdruck für den Patienten, in der Regel behandeln Ärzte die Krankheit bereits vor der Einschulung des betroffenen Kindes.
Bei einem kavernösen Hämangiom handelt es sich um eine Wucherung innerhalb von Gefäßräumen. Auch diese Form des Hämangioms tritt überwiegend im Kopfbereich auf, doch auch die Entstehung in anderen Körperregionen ist möglich. In seltenen Fällen betrifft das kavernöse Hämangiom die menschlichen Organe, meist ist keine Therapie erforderlich, da sich die Wucherung sehr oft von selbst zurück bildet. Die Symptome für Hämangiome sind eindeutig, die rötlich-blaue Färbung an der Haut und die wuchernde Veränderung des Hämangioms machen die Diagnose einfach.
Behandelt werden Hämangiome in der Regel mit Laserstrahlen, es sind bis zur vollständigen Entfernung allerdings mehrere Sitzungen notwendig. Je nach Körperregion bedarf das Hämangiom keiner Behandlung, die Entscheidung darüber wird vom Patienten zusammen mit dem Arzt individuell getroffen.
Beschwerden verursachen Hämangiome in der Regel nicht, lediglich optische Beeinträchtigungen sind durch die Hautwucherung vorhanden, wenn sich das Hämangiom an einer gut sichtbaren Stellung wie dem Gesicht befindet, ist die sofortige Behandlung ratsam, da es sonst dauerhaft zu einem hohen, seelischen Leidensdruck kommt. In einigen Fällen treten Hämangiome auch unter den Achseln oder in den Kniekehlen auf, hier kann es durch Reibungen an der Haut zu Entzündungen kommen, daher ist die Behandlung des Hämangioms in diesem Fall therapeutisch notwendig.