Kleienpilzflechte

Als Kleienpilzflechte wird ein Befall mit Hefepilzen bezeichnet, der sich lediglich durch optische Veränderungen, nicht aber durch körperlich belastende Symptome bemerkbar macht. Die normale, gesunde Haut beherbergt den sogenannten Malasseziafurfurpilz, dieser vermehrt sich bei einer Kleienpilzflechte deutlich schneller. Grundsätzlich kann die Hefepilzerkrankung am gesamten Körper auftreten, in der Regel sind aber nur Rücken, Brust und Arme davon betroffen. Das größte Problem für die Patienten ist das optische Erscheinungsbild der Flechte, viele Menschen mit dieser Erkrankung schämen sich und verbergen ihren Körper auch im Sommer unter langärmeligen Pullovern.

Die genaue Ursache für eine Kleienpilzflechte ist bislang noch nicht bekannt, begünstigt wird der Pilz jedoch durch vermehrtes Schwitzen und durch eine starke Talgproduktion des Körpers. Die Symptome sind recht eindeutig, es entstehen schuppige Stellen auf der Haut die eine gelb-braune Färbung haben und in der Regel keinerlei Schmerzen oder Juckreiz verursachen. Die Hautflecken haben in der Regel eine runde Form und sammeln sich in Gruppen an den betroffenen Gebieten. Eine Kleienpilzflechte kann jeden Menschen befallen, besonders gefährdet sind allerdings Personen die unter starker Schweißbildung leiden, da das feuchte Körperklima dem Pilz einen optimalen Nährboden bietet.

Die Diagnose Kleienpilzflechte lässt sich meist bereits an den klassischen Veränderungen der Haut stellen, um die Diagnose zu sichern wird allerdings eine sogenannte Pilzkultur angelegt. Die Behandlung einer Kleienpilzflechte ist nicht lebensnotwendig, allerdings heilt der Pilz ohne Behandlung meist nur kurzzeitig ab und tritt wenige Wochen bis Monate später wieder auf. Der Befall mit Pilzen kann mit entsprechenden Maßnahmen weites gehend verhindert werden, besonders wichtig sind atmungsaktive Kleider im Sommer, so dass keine feuchten Hautstellen entstehen, auf denen sich der Pilz vermehren kann. Bei Patienten die einer besonderen Risikogruppe für Pilzbefall angehören, werden vom Hautarzt meist spezielle Waschlotionen und Cremes verordnet, die dem Befall mit einer Kleienpilzflechte vorbeugen sollen.

Wird eine Kleienpilzflechte diagnostiziert, besteht die Behandlung in der Regel aus Verschreibung von speziellen Anti-Pilz Cremes und Shampoos, die für eine Dauer von ungefähr 14 Tagen verwendet werden sollten. In einigen Fällen hat sich bereits eine Resistenz gegenüber den Antipilzmitteln gebildet, in diesem Fall ist die Gabe von Medikamenten erforderlich. Medikamente gegen Kleienpilzflechten haben allerdings neben der gewünschten Wirkungsweise auch einige Nebenwirkungen, daher wird die Gabe vom Hautarzt streng überwacht und individuell entschieden.

 

Hautkrankheiten Ratgeber - Kleienpilzflechte
Dr. Pierre Ricaud - Ihr Anti-Age-Experte