Leukoplakie

Bei einer Leukoplakie handelt es sich um eine weiß gefärbte Stelle der Haut die überwiegend auf den Mund- oder Genitalschleimhäuten auftritt. Weltweit erkranken Männer und Frauen an der Leukoplakie, statistisch gesehen sind mehr als zwei Drittel der Betroffenen Raucher. Unterschieden wird zwischen Leukoplakien die durch äußere Einflüsse wie beispielsweise Zahnfehlstellungen ausgelöst werden und solchen die als infektiös zu bezeichnen sind. Die meisten Leukoplakien werden allerdings durch Reizungen der Schleimhaut ausgelöst, beispielsweise ständiges Reiben an der Mundschleimhaut durch falsch stehende Zähne oder Reizungen durch den Konsum von Kau- oder Rauchtabak. Als Ursache können auch bestehende Allgemeinerkrankungen gelten, so leiden beispielsweise viele Patienten mit einer HIV-Infektion unter einer Leukoplakie.

Eine Leukoplakie löst in der Regel kaum Symptome aus, die Veränderung der Schleimhaut wird oftmals nur zufällig entdeckt. Durch ständige Reizungen verdickt die Schleimhaut an den betroffenen Stellen und es kommt zu einer weißen Verhornung im Mund oder an den Genitalien. Die optische Veränderung ist meist das einzige Symptom einer Leukoplakie, häufig wird die Erkrankung bei einem routinemäßigen Zahnarzt- oder Gynäkologenbesuch festgestellt. Um eine entsprechende Behandlung einzuleiten, müssen die Ursachen einer Leukoplakie erkannt werden. Bei einer zugrunde liegenden Erkrankung muss diese behandelt werden, damit die Leukoplakie selbständig abheilt. Die Diagnose Leukoplakie kann meist sehr schnell gestellt werden, da es sich um ein charakteristisches Erscheinungsbild handelt, welches nur selten mit anderen Krankheiten verwechselt wird.

Die Behandlung der Leukoplakie erfolgt meist durch Abtragung der betroffenen Hautstelle. In den meisten Fällen leitet der Arzt eine Kurznarkose oder eine örtliche Betäubung ein und entfernt dann mittels Kürettage die Leukoplakie. Nachdem die Stelle abgetragen wurde, sollten vom Patienten sämtliche Reizungen im Bereich des Wundgebietes verhindert werden. War beispielsweise ein fehlerhafter Zahnersatz der Auslöser für die Leukoplakie, sollte ein schnellstmöglicher Besuch beim Zahnarzt erfolgen, um den Auslöser zu beseitigen. Die chirurgische Behandlung der Leukoplakie ist nicht in jedem Fall notwendig, in den meisten Fällen verschwindet die Leukoplakie selbständig, wenn die Ursache gefunden und behandelt wird. Bei unbekannter Ursache oder nicht möglicher Beseitigung wird das chirurgische Verfahren gewählt, um eine großflächige Ausbreitung der Leukoplakie zu verhindern.

Der Großteil aller Leukoplakien ist harmlos und bedarf keinerlei weiteren Vorsichtsmaßnahmen. Nach der Entfernung einer Leukoplakie sollten auslösende Faktoren beseitigt werden, um eine Neuerscheinung zu verhindern. In wenigen Fällen ist es allerdings trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht möglich die Leukoplakie zu behandeln und diese dehnt sich im Mund oder dem Intimbereich immer weiter aus. In seltenen Fällen ist es möglich, dass sich aus einer dauerhaft bestehenden Leukoplakie ein bösartiger Tumor bildet, daher ist eine regelmäßige Gewebekontrolle bei bestehenden Leukoplakien sinnvoll.

 

Hautkrankheiten Ratgeber - Leukoplakie
Dr. Pierre Ricaud - Ihr Anti-Age-Experte