Lipom

Bei einem Lipom handelt es sich um eine gutartige Wucherung im Bereich des Unterhautfettgewebes. Das Gewebe bildet sich neu und es bilden sich Geschwülste die meist an Armen, Beinen oder Bauch auftreten. Beschwerden gehen von einem Lipom nur selten aus, es handelt sich mehr um eine kosmetische Beeinträchtigung, weniger um ein medizinisches Problem. Sehr selten ist es möglich, dass ein Lipom entartet und zu einem bösartigen Geschwulst des Fettgewebes wird, hier treten allerdings deutliche Symptome auf, die den betroffenen Patienten meist von selbst zu einem Hautarzt führen. Lipome treten in der Regel zwischen dem 20. und dem 25 Lebensjahr auf, sie wachsen im Lauf der Jahre heran und können in seltenen Fällen die Größe eines Handtellers haben.

Neben der optischen Beeinträchtigung bringt ein Lipom keine weiteren Symptome mit sich, die meisten Lipome sind etwa so groß wie eine Erbse und befinden sich an den Extremitäten. Bei Druck auf das Lipom gibt dieses nach und ist unter der Haut verschiebbar, nur bei bösartigen Lipomen ist eine Verschiebung nicht möglich und bei Berührung entsteht ein Druckschmerz. Die Haut oberhalb des Lipoms ist unverändert hautfarben und weist keinerlei sonstige Besonderheiten auf, daher ist das Lipom meist nur durch Tasten zu erkennen. In einigen Fällen treten Lipome in Gruppen auf, die Erkrankung wird dann als Lipomatose bezeichnet. Bei einer Lipomatose erfolgt in der Regel eine chirurgische Entfernung, da die Hautknötchen von den meisten Patienten als lästig empfunden werden.

Die Diagnose des Lipoms erfolgt in der Regel bei einem Dermatologen. Die meisten Patienten sind erschrocken wenn sie die knotige Veränderung ihrer Haut bemerken, doch eine Punktion des betroffenen Fettgewebes bringt schnell Aufschluss darüber, ob es sich um eine gutartige oder eine bösartige Wucherung des Fettgewebes handelt. Grundsätzlich ist es ratsam jede Veränderung der Haut bei einem fachkundigen Arzt untersuchen zu lassen, da Lipome eine Ähnlichkeit mit anderen, bösartigen Hauterkrankungen aufweisen. Um die Größe eines Lipoms zu bestimmen, kann der Arzt per Ultraschall eine Messung vornehmen. Ein Lipom verursacht keinerlei Schmerzen, wenn jedoch bei Druck auf die Geschwulst Empfindlichkeit auftritt, ist es auch bei einem bereits untersuchten Lipom sinnvoll einen weiteren Besuch beim Arzt zu planen.

Bei Zweifel an der Gutartigkeit eines Lipoms oder bei massiven, optischen Beeinträchtigungen kann eine operative Entfernung der Geschwulst angezeigt sein. Meist erfolgt der Eingriff unter lokaler Anästhesie, eine Vollnarkose ist nur bei starker, nervlicher Beeinträchtigung notwendig. Zur Sicherung der Diagnose wird nach der Entfernung das Fettgewebe an ein Labor überstellt und es erfolgt eine Untersuchung. Auf diese Art lässt sich feststellen, ob es sich bei dem Lipom um ein gutartiges oder ein bösartiges Exemplar handelt. In sehr vielen Fällen tritt innerhalb weniger Jahre nach der Entfernung eines Lipoms eine neue Fettgewebswucherung an der gleichen Stelle auf. Diese Wiederkehr kann nicht verhindert werden und stellt für den Patienten mitunter eine enorme Belastung dar, wenn sich das Lipom an einer gut sichtbaren Stelle des Körpers befindet.

 

Dr. Pierre Ricaud - Ihr Anti-Age-Experte