Bei der MRSA-Infektion handelt es sich um eine bakterielle Infektion die durch ein Bakterium namens Staphylococcus ausgelöst wird. Die Krankheit tritt besonders häufig in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern auf und lässt sich nicht immer sofort behandeln. Schätzungsweise erkranken pro Jahr 40.000 Menschen an einer MRSA-Infektion, mehr als 80 Prozent davon infizieren sich im Krankenhaus oder einem Pflegeheim. Lokalisiert wird der Erreger meist auf den Schleimhäuten der oberen Atemwege, er kann aber auch auf der Haut am gesamten Körper vorkommen. Nicht bei allen Menschen die sich mit MRSA-Bakterien infizieren bricht die Krankheit auch aus, so sind es häufig Angestellte in Krankenhäusern die das Bakterium in sich tragen und weiter geben ohne selbst daran zu erkranken.
Eine MRSA-Infektion kann sich in verschiedenen Krankheitsbildern äußern. Am häufigsten kommt es nach der Infektion mit dem Bakterium zu Entzündungen der Schleimhäute oder des Gewebes und der Talgdrüsen. Das Erscheinungsbild des Furunkels gehört ebenso zu den MRSA-Infektionen wie ein Karbunkel oder eine Pyodermie. Die meisten Symptome der Haut sind leicht zu behandelt, schwieriger ist die Therapie, wenn sich der Erreger auf die Ohrspeicheldrüse oder die weibliche Brust ausdehnt und dort zu Entzündungen führt. In besonders schweren Fällen kann es im Rahmen einer MRSA-Infektion zu einer Entzündung des Knochenmarks kommen imd durch eine Ausschwemmung der Keime in die Blutbahn kann es zu einer Blutvergiftung kommen. Die Sepsis und eine daraus möglicherweise resultierende Entzündung des Herzens stellt die größte Gefahr einer MRSA-Infektion dar, da die Symptome sehr rasch auftreten und tödlich sein können.
Die Behandlung einer MRSA-Infektion erfolgt in erster Linie durch die Gabe von verschiedenen Antibiotika, da sich aber sehr schnell Resistenzen entwickeln, ist der Erfolg der Behandlung nicht immer gewährleistet. Eine weitere Therapiemöglichkeit ist die Entfernung der bakteriell befallenen Gewebs- und Hautpartien, dies ist besonders dann kompliziert, wenn sich die Entzündung bereits weit ausgebreitet hat und eine zentrierte Entfernung nicht möglich ist. Die Art der Behandlung ist auch abhängig davon, welche Körperregion mit der Infektion befallen ist. Bei einer Entzündung im Nasen-Rachenraum wird in der Regel eine Spülung der Nase mit anschließender Behandlung mit Mupirocin Salbe angewandt. Die Todesrate der Erkrankung ist recht gering, auch wenn es meist nicht möglich ist, dass Bakterium vollständig abzutöten ist die Prognose doch positiv für die Patienten.